Der Anlass des Besuchs war der Antritt eines Gastbarkeepers aus Düsseldorf, dekoriert mit etlichen Nominierungen und Auszeichnungen in seiner Vita. Er stellte sich als Sebastian vor und hat sich im Laufe des Abends dann als kompetenter und fleißiger Gastgeber präsentiert, der sein Handwerk mehr als nur gut versteht. Abstriche musste man allerdings bei Manchen vom Stammpersonal machen, die seltsam abwesend und fremd auf mich wirkten. Ich kann auch hochnäsig und großspurig sein aber mir macht das keinen Spaß. Bekanntlich klafft eine riesen Lücke zwischen sich dem Gast anbiedern oder sich distanziert zu präsentieren. Hier muss jeder seinen Platz finden und dennoch wissen das Distanz zum Gast auch ganz schnell unhöflich und abweisend wirken kann. Wohlfühlatmosphäre geht irgendwie anders von der Software her!

Aber die Hardware wiegt das alles auf! Von der Architektur ist die Taos Bar ein wahres Meisterwerk welches seinesgleichen sucht! Da kommt fast schon Neid auf? Der Baumstamm der als Tisch und Tresen gearbeitet ist, ein unschlagbares Interieur. Im stark gedämmten Licht fühlt man sich geborgen und beschützt. Doch Ach, das Wehklagen geht doch noch weiter: Für eine Bar dieser Kategorie ist das Sortiment an Whisky für mein Dazutun kläglich und ich wende mich den Cocktails zu welche, schön ausbalanciert werden. Dieses wird mittels tröpfeln auf den Handrücken und Ablecken desselben erreicht, was ich nicht wirklich appetitlich finden kann. Das muss aber ein probates und legitimes Mittel zum Abschmecken sein, erstmals sah ich das auf dem Bar Convent Berlin 2012.

Die Cocktails im Einzelnen zu beschreiben wäre müßig, nur so viel, alles war geschmacklich zu unserer Zufriedenheit; einzig der Mojito war nicht nach dem Geschmack des „feinen Herrn“ wie mich der Barmann einmal ansprach aber über Geschmack kann man ja trefflich streiten. Jemand anderes würde den Mojito vielleicht so lieben, wir sind ihn nur anders gewohnt.

Zum Wohlgefühl trug noch bei, dass es an diesem Donnerstagabend voll aber nicht überfüllt war. Abschließend würde ich mit viel Wohlwollen 3,5 von 5 Sternen verteilen und ich bin sicher, dass ich nicht das letzte Mal Gast war, da der „Laden“ echt Format hat.

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